Rasse

Die Steirische Rauhhaarbracke (StRhBr) ist eine von der FCI (Nr. 62, Gr. 6, Sek. 1.2) anerkannte Hunderasse aus Österreich. Sie ist eine mittelgroße Bracke (45 bis 53 cm Schulterhöhe), imponiert durch die Erscheinung und hat einen ernsten, selbstbewussten Gesichtsausdruck.

Carl Peintinger begann die Zucht im Jahre 1870 mit einer hannoveranischen Schweißhündin und einem Istrianer-Brackenrüden (Keltenbracke). Unter Zuführung von Schweißhundeblut, wie auch Blut von kurz-rauhhaarigen Bracken wurde weiter gezüchtet und so die schöne, intelligente und vielseitige Rauhhaarbracke (Peintinger Bracke) geschaffen.

Sie ist ein Jagdhund mit vielfältigen Einsatzbereichen, sogar Apportieren gehört dazu. Das ruhige Wesen ist im Familienbereich sehr angenehm und läßt oft gar nicht ahnen, wie die Bracke im Einsatz auflebt: Wie bedächtig sie auf der Schweißfährte arbeitet, wie unermüdlich und zäh sie bei der Hatz auf krankes Wild und wie scharf sie am gestellten Wild ist.

Ob angeborenes Totverweisen, ob Totverbellen - die Bracke ist auch nach dem Schuss ein gewissenhafter Gehilfe. Besten Ruf hat die "Steirische" als Saufinder und Packer. Auch das Bringen von Enten aus dem tiefen Wasser ist kein Problem.

Eine besondere Jagdart ist das Brackieren: Die waidgerechte abgeführte Bracke kann den selbst gehobenen Hasen anjagen und spurlaut mit tiefer Nase verfolgen, bis der Hase wendet und zu seinem gewohnten Lebensraum zurückkehrt.

Dabei ist es ein Erlebnis für jeden Jäger, dem herrlichen und wohlklingenden Geläut der Bracke zu lauschen. Diese Brackade erfordert vom Hund eine feine, empfindsame Nase, Spurwillen, Sicherheit und Spurtreue. Ein ausdauernder, guter Hasenhund ist auch ein ganz hervorragender Schweißhund.

Weitere Informationen zur Rasse finden Sie beim ÖBV.

FCI Rasseportrait